Partnerschulen

„Es gibt keine Fehler!“

Es ist ja keine neue Erkenntnis: In Kindern steckt unendlich viel Kreativität, sie entwickeln unbändige Lust am Erfinden, Gestalten, Fabulieren – wenn sie gefordert und gefördert werden! Und weil wir dabei mit begeisterungsfähigen Lehrkräften zusammenarbeiten können,  ist die ”Aktion Partnerschulen” des Stelzhamerbundes sofort auf fruchtbaren Boden gefallen: Mädchen und Buben unserer Partnerschulen haben viele Texte geschrieben, von Gedankensplittern bis zur langen Ballade, gereimt und ungereimt, lustig und ernst, sogar tiefsinnig.
Zu besonders motivierten Gruppen kommen auch g’standene Größen der Mundartdichtung, um den Kindern und Jugendlichen aus ihren Werken vorzulesen und mit ihnen zu diskutieren.
Natürlich geht es immer auch um die Frage, wie man denn Mundart „richtig“ schreibt. Die anfangs überraschende Antwort, dass es keine Rechtschreibregeln für Mundart geben kann, spornt an und gibt Mut.
In den Stunden unserer Aktion Partnerschulen ist Motivation das oberste Ziel. Kein Lehrer streicht etwas rot an, niemand bewertet etwas als „falsch“. Das Motto „Es gibt keine Fehler!“ ist der entscheidende Anstoß zum Selberschreiben.
So fördern wir Kreavität. Gleichzeitig betonen wir aber stets, wie wichtig korrekte Rechtschreibung in der Schriftsprache ist. Dabei stellt sich heraus: Die Kinder können zwischen diesen beiden Herausforderungen sehr gut unterscheiden. Nur beim Dichten und Fabulieren in der Mundart is’s wurscht, wiasd schreibst.

Alle Lehrerinnen und Lehrer sind herzlich eingeladen, sich dieser Initiative anzuschließen. Schreiben Sie an: k.huber@huberklaus.at

Fragen auch Sie sich, wie es um die Deutschkenntnisse der zahlreichen Migrantenkinder in unseren Partnerschulen steht?  http://www.youtube.com/watch?v=S6HZx88C5IY  im Internet lässt Sie staunen über die Begeisterungsfähigkeit der Mädchen und Buben mit anderen Muttersprachen. Unterhaltsam und berührend!

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OÖ. Volkskulturpreis für “Mundart in der Schule”

Für die Initiative “Mundart in der Schule” erhielt Stelzhamerbundobmann.Klaus Huber einen der OÖ. Volkskulturpreise. Raiffeisen-Vorstandsdirektorin Mag. Michaela Keplinger-Mitterlehner und Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer überreichten den Preis am 9. November 2010 in einem feierlichen Festakt im Linzer Landhaus.

Die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Franz Grieshofer, dem früheren Direktor des Wiener Volkskundemuseums, begründete die Vergabe des Preises für die Initiative “Mundart in der Schule” u.a. mit dem ehrenamtlichen Einsatz für die Jugend.
Besonders  betonte sie die Bedeutung dieser Aktion für die Integration von Migrantenkindern, da auch Schülerinnen und Schüler aus anderen Kulturen eingebunden sind.

 


Zur Preisverleihung brachte Klaus Huber zwei “Musterbeispiele” mit: Der 12-jährige Sebastian Winkler, Schüler der 3. Klasse der Hauptschule St. Martin im Mühlkreis, trug ein selbst verfasstes Gedicht in seiner unverfälschten Mühlviertler Mundart vor,

und die 15-jährige Eva Uzunkaya, Tochter einer türkischen Familie, bestach mit Mundartgedichten zweier Schulfreunde türkischer bzw. albanischer Abstammung und einem eigenen Text in reiner Schriftsprache.
Tosender Applaus der Festgäste im Steinernen Saal des Landhauses!

Fotos: Heinz Kraml / Land OÖ

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In seiner Sitzung am 2. Juli 2010 beschloss der Vorstand des Stelzhamerbundes:

Mit der Publikation eines selbst verfassten Textes in der Zeitschrift wortgarten und/oder auf der Homepage www.stelzhamerbund.at erwerben Schüler/innen unserer Partnerschulen das Recht auf kostenlose Mitgliedschaft beim Stelzhamerbund bis zum 18. Lebensjahr.
Beitrittsformular für Schüler/innen:  > Verein  >> Beitritt.

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Das Mundartprojekt “I red deitsch – I a, nua aundas” der Linzer Stelzhamerbund-Partnerschule HS24 (Auhofschule) ist vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur ausgezeichnet worden. Beim Wettbewerb “Kulturelles Erbe. Gestalte die Zukunft” aller Schulen Österreichs gelangte das Mundartprojekt ins “Finale” der zehn Besten. Bei der Präsentation im Ministerium in Wien waren die Fachleute beeindruckt von den selbst verfassten Mundarttexten der SchülerInnen verschiedener Muttersprachen wie auch von der Art der Präsentation. Von ihrer Lehrerin Silvia Schilcher hervorragend vorbereitet, glänzten Daniela Baumann, Eva Uzunkaya, Tahir Ahmetaj und Liridon Bejic mit Natürlichkeit, Charme und Beherrschung unserer Mundart.   

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