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Mundartlyrik-Wettbewerb um
den Franz-Hönig-Preis 2024

Zur Förderung der Mundartdichtung veranstaltet der Stelzhamerbund heuer wieder einen Wettbewerb um den Franz-Hönig-Preis für gereimte Mundartgedichte. Gesucht sind Gedichte in der Tradition Franz Hönigs, des beliebten Volksdichters und Langzeit-Bürgermeisters (1900 – 1937) von Kremsmünster. Dieser 1867 in Ried geborene Innviertler wurde zum beliebtesten Mundartdichter des Traunviertels. In Gedichten und balladenhaften Reimerzählungen nahm er sich schon vor einem Jahrhundert sozialer und zeitkritischer Themen an.
Objektive Kriterien wie korrekter Rhythmus und Reim sind für die Wettbewerbsjury unabdingbare Grundvoraussetzungen. Wesentliche Beurteilungskriterien sind ferner eine zeitgemäße Idee und sprachlich treffende Umsetzung.

Wettbewerbsbedingungen:

  1. Pro Autor(in) dürfen zwei unveröffentlichte gereimte Gedichte eingereicht werden.
  2. Einsendungen per Email im PDF-Format bis 31. Juli 2024 an: mundartpreis@gmail.com.
  3. Schreiben Sie Ihre Kontaktdaten (Namen, Adresse, Telefonnummer) entweder als Signatur oder in einem weiteren pdf-Dokument.
  4. Um Wettbewerbsteilnehmern anzuzeigen, dass ihre Emails beim Empfänger angekommen sind:
    Klicken Sie in der Email-Menüleiste auf „Optionen“, dann auf die drei Punkte [•••] für „weitere Befehle“, dort auf „Zustellbestätigung anfordern“ (Hakerl setzen).
  5. Für begründete Ausnahmefälle – falls keinerlei Möglichkeit besteht, die Texte per Email zu schicken –, gilt die früher übliche Vorgangsweise: Brief an Stelzhamerbund, „Franz-Hönig-Preis“, Promenade 37, 4020 Linz.

Einzureichen sind in einem Kuvert:

  1. vier identische Texte (Kopien), versehen mit einem persönlichen Code oder Kennwort, jedoch ohne Namensnennung des Autors / der Autorin
  2. ein gesonderter, verschlossener Umschlag mit Angaben zur Person des Autors / der Autorin: Name, Adresse, Telefonnummer, Emailadresse.
  3. Jedes Kuvert und jedes Einzelblatt ist mit dem gewählten Code zu versehen.

Mit der Teilnahme wird dem Stelzhamerbund das unbeschränkte Recht auf Veröffentlichung der eingesandten Geschichten und Gedichten übertragen; das begründet jedoch keinen Anspruch auf Veröffentlichung.

  • Für die drei Erstplatzierten werden Geldpreise ausgelobt (300 €, 200 €, 100 €).
  • Die Zusammensetzung der dreiköpfigen Jury wird bei der Preisverleihung bekannt-gegeben. Gegen die unabhängige Entscheidung der Jury ist kein Einspruch zulässig.
  • Die Preisverleihung findet am Montag, 14. Oktober 2024, 19 Uhr im Festsaal der OÖ. Landeskulturdirektion statt. Adresse: Promenade 37, 4020 Linz, Parkmöglichkeit: Tiefgarage Einfahrt Promenade (gegenüber Landestheater).

In seinem Heimatort Thalheim bei Wels wurde am 18. Jänner Herbert Scheiböck, der überraschend verstorbene Präsident des OÖ. Forums Volkskultur, in einem emotionalen Gottesdienst verabschiedet. Die sehr schöne, kleine Kirche von Thalheim war bis auf den letzten Platz gefüllt, neben der Familie und Freunden des Verstorbenen hatten sich Abordnungen aller 25 Forum-Mitgliedsverbände eingefunden. Gefühlvoll formulierte Fürbitten lasen Herberts Angehörige, Kinder und Enkel, sowie für das Forum Volkskultur Vizepräsidentin Christine Huber. Landeshauptmann Thomas Stelzer und Bürgermeister Andreas Stockinger würdigten Scheiböcks landesweites und regionales Wirken. Nach dem Gottesdienst wurde Herbert Scheiböck mit Salutschüssen der Prangerschützen auf seinen letzten irdischen Weg geleitet.

Insbesondere dem Stelzhamerbund war “der Herbert” sehr gewogen. Mehrmals hat er den gesamten Vorstand zu sich und seiner Greti nach Hause eingeladen, zum Stöbeln – er liebte diesen alten Volkssport -, zum Unterhalten, gemeinsam Essen, gemütlich Beisammensein.
Ein Nachruf von Klaus Huber.

Herbert Scheiböck, der Vorsänger der Volkskultur, ist tot

Der stille Präsident mit der kräftigen Singstimme ist völlig unerwartet im 72. Lebensjahr verstorben: Herbert Scheiböck aus Thalheim bei Wels, Präsident des OÖ. Forums Volkskultur. Ungläubige, tiefe Betroffenheit hat Abertausende Mitwirkende der 25 Mitgliedsverbände erfasst. Herbert Scheiböck war ein „Chef“, der sich nie als solcher gebärdete, schon gar kein Selbstdarsteller. Sein Anliegen war es stets, das Gemeinsame zu fördern. Von Musik, Tanz, Mundart, Tracht bis zu Theater, Heimatforschung, Fotografie (u.v.a.) – er brachte alle Anliegen unter einen Hut, ohne jemals auf den Tisch zu hauen. Kritischen Worten hörte er aufmerksam zu, wischte keinen Einwand einfach beiseite.
Herbert Scheiböck war Regionalobmann Traunviertel des Chorverbandes OÖ, als ihn Forumsgründer Hans Samhaber 2007 zu seinem Nachfolger erkor. Ein Harmoniebedürftiger wurde zum Vorsänger der Volkskultur.
Schon der kleine Herbert war mit seiner Stimme aufgefallen, der als Solist bei Feiern auftrat. Er wurde Tischler, spielte Trompete und holte die Gesangsausbildung nach. Bald war Scheiböck als Kapellmeister und Chorleiter gefragt. Er gründete ein Volkslied-Sextett und den Steinhauser Singkreis, reservierte zwei Abende pro Woche für Chorproben („weil auch meine Frau mitsingt, verträgt sich das gut mit dem Privatleben“) und nahm sich zudem die Zeit, unzählige Veranstaltungen der Verbände zu besuchen. Seinen Zeitaufwand schätzt er auf 60 bis 80 Stunden pro Woche, das ganze Jahr über, ohne freies Wochenende. „Früher hab ich nur die Musik gekannt“, gab er einmal zu, „jetzt mag ich die ganze Vielfalt der Volkskultur.“
Oberösterreichs Volkskultur hat ihren Präsidenten, vor allem jedoch einen echten Freund verloren.