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Neuauflage: Unterhaltsames von Franz Hönig

10.09.2017

Hönig-Buch neuUnter dem Titel „Wia d’ Leit san“ hat der „Franz Hönig Kulturverein Kremsmünster“ die beliebtesten Gedichte von Franz Hönig neu aufgelegt, da die Ausgabe „Sag’s außá, wia’s is“ seit Jahren vergriffen ist.
Kremsmünsters ehemaliger Bürgermeister (1909 – 1937) war einer der beliebtesten Mundartdichter seiner Zeit. Die aktuelle Auflage enthält weitere Gedichte, Fotos mit Kremsmünsterer Motiven und alte Kochrezepte (z. B. „Versoffene Jungfrau“). Das Buch erscheint rechtzeitig zu runden Gedenktagen: Am 24. Oktober jährt sich Hönigs Geburtstag zum 150. Mal, nur drei Tage später der Todestag zum 80. Mal.

Eines der in „Wia d’ Leit san“ neu hinzugefügten Gedichte:

’s Hundsfuada

’s Buaberldös kloani von Bahnhäuslmann
Kimmt eini in d’ Fleischbank und dort hebt á an:
„Grüaß Gott wünsch i! Recht an schen Gruaß von dá Muadá,
Sie lassát enk bitt’n für’n Hund um á Fuadá, –
Aber á bessers wie heunt vor acht Tag’n.“
„Na kanns leicht dös Hundsvieh am End nöt vertragn,“
Moant aft dá Fleischhacker, „für enkern Hund
Wár leid dös Dármglumpát eppá nöt g’sund!“
„Na, na“, moant aft ’s Buaberl, „in Hund hat’s nix tan,
Aber mir und in Vadern is schlecht wor’n dávan.“