Geschichte

Der Stelzhamerbund wurde 1882 von
Dr. Hans Zötl, Dr. Anton Matosch und Hans Commenda gegründet. Wichtigstes Anliegen war die Erhaltung des Geburtshauses von Franz Stelzhamer in Großpiesenham, Gemeinde Pramet. Denn das “Vadernhaus” mit dem “Muadastübl” war damals vom Verfall bedroht. (Bild: Stelzhamerhaus  vor 1910 / Sammlung Markus Edtbauer)

Weitere Aufgaben waren die Schaffung des Sammelwerkes “Aus da Hoamat”, Verbesserung der Mundartschreibung, Herstellung einer Gesamtausgabe der Mundartdichtung von Franz Stelzhamer, Errichtung eines Stelzhamer-Denkmals in Linz und die Abhaltung von Heimatabenden.

Ehrgeizigste Ziel war jedoch das Bestreben, Stelzhamers Gedicht ”Hoamátgsang” zur oberösterreichischen Landeshymne zu erheben. Sogar dieses hohe Ziel wurde schließlich erreicht: Am 28. November 1952 fasste der oberösterreichische Landtag den einhelligen Beschluss, s Hoamátgsang in der Vertonung von Hans Schnopfhagen zur Landeshymne zu erklären. Seither besitzt Oberösterreich als einziges Bundesland eine Hymne mit Mundarttext.

Nach dem Ableben des Gründers Hans Zötl hatte sich der Stelzhamerbund 1939 aufgelöst. Die Neugründung erfolgte 1946 durch Vereinigung mit dem ”Bund oberösterreichischer Mundartdichter” unter dem gemeinsamen Namen “Stelzhamerbund der Freunde oberösterreichischer Mundartdichtung”.

Die Vereinslokale wechselten mehrmals, bis schließlich 2008 im Haus der Volkskultur, Linz, Promenade 33 eine bleibende Heimstätte gefunden wurde.

Die Obleute des Stelzhamerbundes:

1882 – 1938        Dr. Hans Zötl     

1946 – 1954        Dr. Hans Commenda

1955 – 1961        Karl Gattermeyer

1962 – 1964        Wilhelm Schauberger

1964 – 1985        Wolfgang Dobesberger

1985 – 1991        Dr. Katharina Dobler

1991 – 2000        Dr. Karl Pömer

2000 – 2006        Gertraud Stöckler-Schatzdorfer

2006 – 2009        Karlheinz Sandner

seit 10. 1. 2009    Mag. Klaus Huber 

.

Der Stelzhamerbund hat derzeit ca. 1200 Mitglieder. Wesentliche Ziele bleiben die Förderung, Erhaltung und Verbreitung der Mundart und Mundartdichtung sowie deren Weitergabe an die junge Generation.